Krisenkommunikation bei Großbrand: Wenn sich Feuerwehr und Polizei widersprechen

Großbrand am Silvesterabend in Bad Homburg (Hessen): 200 Einsatzkräfte bekämpften rund 20 Stunden lang das Feuer in einem Reifenlager. Die Feuerwehr warnte per Warnapps und Sirenen aufgrund der enormen Rauchentwicklung – während die Polizei meldete, es bestehe keine Gefahr. Auch bei der Entwarnung ruckelte es.

Die Feuerwehr Bad Homburg warnte die Bevölkerung am Abend über Warn-Apps wie Katwarn und Nina vor dem Geruch und bat, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gegen Mitternacht kam die Entwarnung der Feuerwehr, dass der Brand gelöscht sei.

Für Verwirrung sorgte ein Tweet des Polizeipräsidiums Westhessen, wonach keine Gefahr bei der Bevölkerung bestehe – zu dem Zeitpunkt galt noch die Warnung der Feuerwehr. Die Polizei teilte mit, einem Beamten sei „in einer dynamischen Situation“ eine Fehleinschätzung unterlaufen. Auch die Feuerwehr Frankfurt setzte widersprüchliche Meldungen ab, ob oder ob nicht die Bürger in den nördlichen Stadtteilen einer möglichen Gesundheitsgefahr ausgesetzt seien. Wie es dazu kam, war am Neujahrstag unklar.

Hessenschau

Hessenschau: „Pannen bei Kommunikation nach Großbrand“

Ein Reifenlager hat am Silvesterabend in Bad Homburg gebrannt. Die Feuerwehr warnte vor möglichen giftigen Dämpfen – während die Polizei meldete, es bestehe keine Gefahr. Auch bei der Entwarnung ruckelte es. Letztlich wurde niemand verletzt.

02:57 Min.| hessenschau | 01.01.22, 19:30 Uhr

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