Explosionsereignis im Chempark Leverkusen: Die Krisenkommunikation im Blick

Am 27. Juli 2021 kam es zu einer Explosion mit anschließendem Brand im Currenta-Entsorgungszentrum in Leverkusen-Bürrig. Dabei sind sieben Menschen ums Leben gekommen, 31 Menschen wurden verletzt. Eine chemische Reaktion hat vermutlich zur Explosion von Tank 3 des Tanklagers der Sonderabfallverbrennungsanlage geführt.

Um 9:37 Uhr ging der Notruf bei der Werkfeuerwehr ein – nur eine Minute später berichtete der erste Tweet von der Explosion, eine weitere Minute später wurde das erste Foto des Rauchplilzes auf dem sozialen Netzwerk verbreitet.

Die Bevölkerung wurde wenig später mittels Sirene und Warnapps gewarnt und eine Info-Hotline wurde geschaltet, an der alleine am Ereignistag 583 Anrufe eingingen. Eine rückwertige Einsatzleitung und ein Krisenstab koordinierten über mehrere Tage auch den enormen Kommunikationsbedarf mittels zahlreicher Pressemitteilungen, unzähligen Beiträgen und Videostatements auf Twitter, Facebook, Instagram und LinkedIn sowie mehreren Pressekonferenzen. Das Ereignis sorgte für ein enormes öffentliches Interesse und auf ein großes, teils internationales Medienecho.

Die hohe Kommunikationsdichte stieß auf den sozialen Netzwerken auf überwiegend positive Ressonanz – vor allem in Form von Beileids-und Betroffenheitsbekundungen. Erst im weiteren Verlauf wurden auch kritische Stimmen laut, beispielsweise an der späten Veröffentlichung der freigesetzten Stoffe.

Drei Tage nach dem Ereignis ging eine Infoseite online, um das Ereignis umfangreich aufzubereiten und möglichst Transparent darzustellen. Seitdem wird die Seite laufend aktualisiert.

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